Gechillt in den Urlaub

Hilfe, meine Hunde haben Urlaubsstress!

Neulich war es noch so weit weg und nun steht er – natürlich gaaaaanz plötzlich und unerwartet – vor der Tür: der Sommerurlaub. Da fällt einem zwei Tage vor dem Urlaub ein, dass doch noch etwas auf der Einkaufsliste fehlte. Die Fenster müßten eigentlich auch mal dringend geputzt werden. Was sollen sonst unsere Freunde denken, wenn sie zum Blumen gießen und Briefkastenleeren vorbei schauen (*Notiz: dringend auf Prioritätenliste nachschauen) und die Schuhe von Kind Nr. 3 sind natürlich just einen Tag vor dem Urlaub auf einmal zu klein, ist ja klar! Und so rennt und rödelt man die Woche vor dem Urlaub ganz gut vor sich hin.

Nach mittlerweile mehr als 10 Jahren Hundeerfahrung kann ich nur sagen: auch Hunde haben Urlaubsstress. Jawohl. Und zwar vorab! Genau dann wenn sie merken, dass Sachen gepackt, Dinge geräumt, Futternäpfe gepackt werden. Sie müssen irgendwie mitgezählt haben, dass die Kinder am Frühstückstisch die Tage bis zum Urlaub zählen (natürlich können unsere Hunde zählen, ist ja klar!) Sie stellen höchstpersönlich fest, dass sie auch ja nicht vergessen werden und liegen wahlweise mitten in den Laufwegen oder alternativ in und zwischen den Taschen (Senior) oder latschen einem konstant hinterher, während man durchs Haus wuselt (Junior).

Gepackte Taschen

Man könnte sie schließlich vergessen und ohne sie fahren. Und was wäre dann?

Na, klar! Kann ja kein richtiger Urlaub werden. Dann fehlen schließlich diejenigen, die helfen das Gepäck von A nach B zu tragen. Außerdem diejenigen, die dafür sorgen dass im Auto auf der Rückfahrt Platz für Souvenirs und die Kiste guten Rotwein ist, weil der Platzhalter, der große Sack Trockenfutter, auch garantiert geleert wird. Sie stellen sicher, dass man auch im Urlaub nicht nachlässig mit der eigenen Kondition wird, und bestehen auf lange Spaziergänge und Wanderungen und die extra Schwimmrunde im Meer. Außerdem ist Bälle werfen ein gutes Mittel gegen ‘winkende Oberarme’ – der Senior ist der Meinung, dass hundert Wiederholungen pro Tag annähernd ausreichend sind. Nur keine Müdigkeit vortäuschen. Außerdem sind Hunde ein Garant für Urlaubsbekanntschaften. Sie bauen Sprachbarrieren spielend ab, denn Hundekommunikation ist überall gleich.

Okay, wir vergessen mal die Schattenseiten des Sommerurlaubs: salzwassertrinkende Hunde, denen die Auswirkungen dessen nicht bewusst sind und die es leider aufgrund der nicht existierender Rückkonditionierung auch nie lernen können. Aber so eine gründliche Darmreinigung soll ja das Immunsystem stärken. Wir verschieben auch mal gaaanz weit nach hinten, die gute Luft im Auto. Ihr wißt schon, dieser leichte Muffelgeruch, wenn man trotz Klimaanlage eine dünne Duntswolke beim Bremsen im Cockpit des Autos erriechen kann. Und ich verdränge auch ganz erfolgreich, wie zum Teufel wir das ganze Extragedöns von Hundesachen (angefangen von Basics wie Futter und Näpfen bis hin zu Pfotenschuhen, Hundemänteln und Notfallapotheke) in unser Auto kriegen sollen. Irgendwie wird es schon passen.

In diesem Sinne: wir wünschen allen, die mit ihren Hunden noch den Sommerurlaub vor sich haben: laßt euch nicht stressen und vergeßt eure Hunde nicht. Und wie war das nochmal: Sommerurlaub ist die schönste Zeit des Jahres, ist ja klar!

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