Lustiges, Wissenswertes und Interessantes aus dem Leben mit Hund

Ziemlich beste Freunde

Ziemlich beste Freunde!

Es gibt durchaus sehr kontrovers geführte Diskussionen darüber, ob Hunde in der Lage sind, echte Freundschaften einzugehen. Sowohl eine Freundschaft zum Menschen/seinem Besitzer als auch Freundschaften unter Hunden (rudelintern und rudelextern).

Patricia M. McConnell, Autorin des Buches “Das andere Ende der Leine” schreibt in ihrem Blog über ihre eigenen Thesen zu dem Thema) darüber, ob echte Freundschaft zwischen Hunden – insbesondere zwischen rudelexternen Hunden – existieren kann. Evolutionstechnisch betrachtet ist der Wolf ursprünglich soziale Bunde mit dem Menschen eingegangen und man nahm sich für die ‘Zucht’ die kooperativsten Wölfe, also diejenigen die in der Lage waren, sich ‘freundschaftlich’ bzw. enger an den Menschen zu binden.

Meine persönlichen Erfahrungen decken sich in vielen Ansätzen mit den o.a. Meinungen. Mein heutiger Artikel soll aber keine wissenschaftliche Betrachtung der ganzen Frage werden, sondern ganz unwissenschaftlich auf eigener Beobachtung beruhen. Und um es vorweg zu nehmen: ich persönlich habe nach zwölf Jahren Hundeerfahrung den Eindruck, dass meine Hunde neben der Bindung und ‘Freundschaft’ zu mir, Freundschaften mit anderen Hunden haben.

Kontakt mit Artgenossen

Retrievern wird ja gerne nachgesagt, dass sie sich anderen Rassen diskriminierend gegenüber verhalten. Da findet eine Hundebegegnung zwischen einem Retriever und mehreren Hunden verschiedener Rassen statt und just in dem Augenblick in dem ein zweiter Retriever auftaucht, sind sämtliche andere Rassen ‘abgeschrieben’ und die beiden Retriever toben in munterer Eintracht übers Feld. Mehrfach gesehen, mehrfach erlebt. Es war in den letzten zwölf Jahren immer so: andere Rassen hatten in dem Augenblick nichts mehr zu melden. Ob  sich das bei anderen lassen untereinander ähnlich verhält, mag ich nicht zu beurteilen, aber ein klein wenig ‘peinlich’ ist dies ja schon ab und an. Die Hunde scheinen sich automatisch optisch oder auch in der Hundekommunikation so zu verstehen, dass automatisch eine engere Sympathie füreinander entsteht.

Aber auch die Freundschaft unter Hunden der gleichen Rasse ist meiner Erfahrung nach nicht immer gleich intensiv. Während mein Senior sich beispielsweise aus anderen Hunden nicht besonders viel macht und vielmehr nach der Aufmerksamkeit der Zweibeiner giert, hat mein Junior dagegen richtige Hundekumpels (obwohl die Bindung zwischen uns beiden wesentlich enger ist als zwischen dem Senior und mir). Mit diesen Hundekumpels spielt er intensiv. Sie können sich wochen- und monatelang nicht gesehen haben, aber treffen wir uns zufällig im Wald, dann holla die Waldfee!

Ziemlich beste Freunde

Eine ganz besondere Beziehung hat mein Junior mit einer jungen Beaglehündin. Zufällig die Hündin meiner besten Freundin. Neben rein erzieherischen Maßnahmen zu Welpenzeiten (‘Du nervst und wir ignorieren das einfach’), wurde von Beginn an intensiv miteinander gespielt und Sozialverhalten beigebracht. Da verschwand dann auch gerne mal der komplette Kopf des kleinen Beagles im Fang des großen Hundes. Mittlerweile sind die beiden ‘ziemlich beste Freunde’. Das äußert sich in freudigem Beaglegeheul, wenn das Fräulein Beagle von Weitem die zwei Jungs wittert und selbst meinen eigentlich recht annehmbar erzogenen und folgsamen Junior hält es kaum noch im Fuss an meiner Seite, wenn er sie am Horizont erblickt. Freigelassen, rasen Fräulein Kugelblitz und der Schwanensee-Riese dann Seite an Seite über den Feldweg. Man kann einfach nicht anders, als dies als Freundschaft zu betiteln.

Anders aber nicht weniger beeindruckend dagegen die Freundschaft zwischen Junior und der Grande Dame einer anderen Freundin. Die Grande Dame zählt mittlerweile stolze 14 Jahre und ist dafür recht rüstig unterwegs.

Hundefreundin Grand Dame

Trifft sie auf meinen Junior, packt sie sämtliche Künste der Verführung aus. Es ist einfach zu niedlich, denn teilweise ist der Paarungstanz der Grande Dame etwas torkelig. Darauf wird seinerseits aber gerne Rücksicht genommen und vorsichtig auf der Stelle ‘getanzt':

Ziemlich beste Freunde mit der Grand Dame

Andere Freundschaften – vorwiegend mit männlichen Artgenossen – sind eher rennlastig. Hier steht der Sportsgeist und das Kräftemessen im Vordergrund. Wer ist schneller und kann dabei nochmals den anderen ‘rein zufällig’ touchieren? Sind die Kräfte geklärt, dann liegt man aber auch gerne aneinandergekuschelt im engen Kofferraum und trinkt aus dem gleichen Napf. Männerfreundschaft halt.

Und? Hat dein Hund auch ziemlich beste Freunde?

 

 

 

Hund Baum Ball_Titel

Alter Hund? Denkste!

Hund Baum Ball_Titel

Nächsten Monat feiert unser Senior Geburtstag. 12 Jahre – und es vergeht selten ein Spaziergang auf dem wir nicht darauf angesprochen werden, dass er ja sicher noch ein ganz junger Hund sei. Nun ja, an seinem Gangbild erkennt man doch mitunter, dass er nicht mehr der Jüngste ist, aber verhaltenstechnisch…nun ja.

Ja, auch er hat mittlerweile eine längere Regenerationsphase nach langen Wanderungen, aber problemlos sind die täglichen Spaziergänge und die absolute Leidenschaft für alles was rund ist. Da erwacht der Jagdinstinkt binnen Millisekunden. So auch letzte Woche. Die Hunde hatten auf unserem Gartengrundstück in einer der Brombeerhecken vor einigen Wochen einen Wurfball mit Kordel ‘erjagt’, dieser nun bei jedem Besuch im Garten ausgebiegist bespielt und sich gegenseitig abgejagt wurde. Unsere Hunde sind da SEHR ausdauernd und irgendwann nervte es mich so sehr, dass ich den Ball in einem unbeobachteten Augenblick hoch in den Haselnussbusch hängte, um endlich meine Ruhe zu haben. Ich vergaß es dann auch bis zum nächsten Gartenbesuch…
Ich wunderte mich bereits in den ersten Minuten nach unserer Ankunft, warum der Senior aufgeregt mit witternder Nase durch den Garten lief. Da wir oft Rehwild und auch Fuchs zu Besuch haben, dachte ich mir aber nichts dabei. Irgendwann sah ich dann aus den Augenwinkeln folgendes Bild:

Hund Baum Ball_1

Er hatte den Ball entdeckt. Und wer diesen Hund kennt, der ahnt es schon: es gab kein Halten mehr. Zunächst wurde der Ball hypnotisiert – vielleicht fällt er wie einer der Äpfel im Garten ja urplötzlich einfach so vom Strauch?

Als nächstes wurde die Klettertaktik erprobt:

Hund Baum Ball_2

Dabei versucht hund durch hochklettern, an das Objekt der Begierde zu gelangen. Das Prinzip funktioniert aus Erfahrung aber eher an Kirsch- und an Apfelbäumen. Die Äste der Hasel sind zu dünn und rutschig. Es beschäftigt den Senior aber für gute 30 Minuten. Zwischendrin probiert hund durch Bellen möglichst zielgenaue Schallwellen zu produzieren, die das Ding da oben endlich zum Absturz bewegen. Beide Taktiken scheitern jedoch. Es hilft also nix, auch mit 12 werden höchste Ansprüche an den Bewegungsapparat gestellt:

Hund Baum Ball_3

 

Und da man mit 12 wirklich ausreichend Lebenserfahrung besitzt, ist einer der Sprungerfolge tatsächlich erfolgreich. Selten sehe ich so ein Strahlen in den Augen des Hundes wie in solchen Augenblicken! Ausdauernd, beutestark und intelligent – hoffentlich bleibt der ‘alte’ Hund noch so lange jung!

 

 

Vorankündigung Elchlederleinen Beagle

Stressfaktor Hundebegegnung? Das muss nicht sein!

Wir laufen entlang einer der frequentierten, stadtnahen Wanderwege, beide Hunde sind ohne Leine ca. 20m vor mir unterwegs. Plötzlich hält einer der beiden inne, die Ohren stellen sich auf, er legt sich langsam ins Platz, den Kopf plan auf den Asphalt. Ich weiß sofort, dass sich ihm frontal ein fremder Hund nähert und rufe ihn zu mir, um ihn anzuleinen, auch Hund Nummer 2 muss zu mir kommen und wird angeleint. Noch kann ich das andere Gespann nicht sehen, da eine Kurve vor uns liegt.
Wir laufen weiter und uns kommt ein sehr aufmerksamer, mittelgroßer Hund mit aufgestellten Nackenhaaren und hoch getragener Rute an gestraffter Leine frontal entgegen. Ich nutze die verbleibenden 2m links des Weges und lasse meine Hunde absitzen, drehe sie leicht weg. Beide Hunde beschwichtigen durch Lecken über den Fang, dass sie keinen Konflikt eingehen möchten. Der fremde Hund läuft ohne Knurren, aber merklich angespannt und durch seinen Halter sehr kurz gehalten an uns vorbei. Ich lobe meine Hunde und lasse sie in den Freilauf.

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Diese Art der Hundebegegnung haben wir jeden Tag mehrfach. Meist gehen sie so aus wie beschrieben, manchmal denkt der andere Halter auch mit und signalisiert auch seinem Hund: “Alles ist gut, ich übernehme jetzt die Führung und leite dich an den fremden Hunden vorbei”. Aber natürlich haben auch wir ab und an solche Begegnungen, die stressiger ablaufen. Nicht weil der fremde Hund ein unverträglicher Rüpel ist, sondern einfach weil sein Hundeführer nicht genau darüber aufgeklärt ist, wie man sich bei der Begegnung mit fremden Hunden am Souveränsten verhält. Dass es eben nicht gut ist, wenn man frontal aufeinander zu läuft. Und dass das Verhalten auch je nach Gegenüber anders aussehen kann. Und einige Hundehalter wissen auch gar nicht, wie die Grundregeln der Hundekommunikation aussehen.

Auch ich entscheide je nach Hund, der uns da entgegen kommt aufs Neue: dürfen die Hunde sich nach Absprache ohne Leine begrüßen, leine ich sie lieber an und drehe sie aus der Situation heraus oder laufen wir einfach in einem kleinen Bogen an dem anderen Gespann vorbei? Die Begegnungen sind je nach Situation anders! Meine Hunde aber wissen, dass ICH sie durch die Situation führe. Sie müssen diese Entscheidung nicht treffen – beide haben gelernt, mich zu informieren ‘dass da jemand kommt’, aber sie überlassen mir die Entscheidung wie diese Begegnung ablaufen wird.

Wie läuft es bei euch mit den Hundebegegnungen?

 

Sleepy Dog Logo Landingpage

Die guten Vorsätze…

Eigentlich bin ich kein Typ für das Fassen guter Vorsätze für das neue Jahr, aber so ein klein wenig Zielsetzung ist manchmal ja gar nicht schlecht.

Rückblickend muss ich sagen, dass es hundetechnisch ein sehr schönes, teilweise sportlich erfolgreiches und hauptsächlich gesundes Jahr 2015 gewesen ist. Also eigentlich kann man sich gar nicht mehr wünschen, als dass es einfach so weitergeht. Meine beiden Hunde erfreuen sich bester Gesundheit – was bei einem fast 11 Jahre alten Senior ja nun auch nicht immer selbstverständlich ist und der ‘Junior’ steht in der Blüte seines Lebens mit seinen 5 Jahren. Er macht eigentlich immer Freude, weil viele Dinge so selbstverständlich geworden sind. Die Basis in Sachen Training stimmt, auf die kann man sich immer verlassen und so habe ich für jeden Hund einen guten Vorsatz für das neue Jahr gefasst.

Für die Junior-Rakete lautet dieser wie folgt:

Mehr Fine-Tuning im Dummytraining für den Junior

Warum? Nun ja, immerhin steht Anfang März für uns die Teilnahme am German Cup – der deutschen Teammeisterschaft im Dummysport. Nun könnte ich mich zurücklehnen und sagen: ‘Der Hund kann das schon irgendwie’, aber ich bin nicht nur für mich und meinen Hund verantwortlich, sondern habe auch noch zwei tolle (und sehr fleissige) Teampartner. Und das Team hat es verdient, dass man sein Bestes gibt und sich sehr gut vorbereitet hat. Und so schnüre ich nicht meine Joggingschuhe (die auch, aber als Konditionsbasistraining), sondern meine Wanderstiefel (oder Gummistiefel) und widme mich Themen des korrekten Rückwärtsdrehen beim Back-Schicken und dem sauberen Lining über große Distanzen. Die Themen, um die ich mich – zugegebenermaßen –  eben ganz gerne drücke.

Mein guter Vorsatz für den Senior

Nicht alle Senioren-Eigenarten zulassen

Besitzer älterer Hunde kennen das Phänomen nur zu gut. Während in jüngeren Jahren kräftig am Gehorsam des Hundes gearbeitet wird, lässt man mit den Jahren die Leinen lockerer und drückt öfter mal ein Auge zu. Da lässt man den Hund nach dem Komm-Pfiff doch noch mal kurz das Bein heben, da sieht man ihm nach, dass er aus lauter Freude Besuch anspringt frei nach dem Motto: “Schau mal, wie fit der noch ist” und man sieht es auch nicht mehr ganz so eng, wenn man ruckartig an der Leine zum nächsten Baum gezogen wird, weil es da so toll riecht. Und doch, auch ein Senior darf gerne noch ein wenig Gehorsam sein, weil es den Alltag schlichtweg angenehmer macht. Also werde ich verstärkt Belohnungsbällchen oder -würstchen einpacken und Senior belohnen, wenn er auf den Komm-Pfiff direkt kommt und ich werde strenger sein, wenn Besuch kommt und den Hund ins Platz beordern (soll er da vor sich hin singen – das reicht auch). Seine restlichen Altersmacken darf er dann gerne behalten.

Mal schauen, wie lange meine guten Vorsätze halten. Und? Hast du auch gute Vorsätze in Sachen Hund für das neue Jahr? Deine Vorsätze interessieren mich sehr und ich freue mich über alle, die ihre Vorsätze hier teilen.

Herbstbild

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da…

…schmetterte meine Mittlere letzte Woche aus vollem Hals auf dem Heimweg vom Waldkindergarten. Und Recht hat sie! Morgens brauche ich im Wald auf der Hunderunde eine Mütze auf dem Kopf (und manchmal auch schon Handschuhe), während ich mittags widerum im T-Shirt rumlaufen könnte. Typisches Oktoberwetter und bisher gibt es einige goldene Tage, neben den fast schon novemberlich anmutenden Dauerregentagen. Für mich hat jede Jahreszeit ihren ganz besonderen Zauber! Am Herbst liebe ich, wenn die Natur sich auf den Winter vorbereitet, Eichhörnchen Nüsse sammeln und man sie beim Vergraben der kostbaren Fracht beobachten kann. Die Hunde mögen besonders das feuchte Laub zum Schnüffeln und der Senior wälzt sich minutenlang im bunten Herbstlaub (und leider auch gerne im Matsch!).

Für viele Jagdhunde hat die Prüfungssaison längst begonnen – seit dem letzten Jahr erlebe ich als Richteranwärterin für den JGHV die andere Seite der Prüfungen und darf viele tolle Gespanne bei ausgezeichneter Hundearbeit erleben. Natürlich klappt es bei dem ein oder anderen noch nicht so gut. Jeder hat dies schon selber erlebt, wenn der eigene Hund nicht so arbeitet, wie man es gewohnt ist. Vielleicht auch, oder gerade wegen der Prüfungssituation. Auch wenn es mal nicht so gut läuft: der eigene Hund ist und bleibt der Beste und eine vergeigte Prüfung zeigt lediglich die Baustellen, an denen man noch arbeiten kann. Gerade jetzt sind die Temperaturen für Hundearbeit perfekt und ich wünsche allen aktiven Hundehaltern viel Freude bei der Arbeit.

Newsletter September 2015

Igeltaxi

Was für eine Aufregung am frühen Morgen – oder auch ‘Die Geschichte vom Igel, der Kilometer machte’! Aber von Anfang an. Unsere morgentliche Joggingrunde laufen die Hunde und ich (sehr zu meinem Leidwesen) mittlerweile wieder in völliger Dunkelheit.  Zwar haben die Hunde Refklektorhalsbänder und ich natürlich Stirnlampe und Co, aber ich mußte mir heute dann doch eingestehen, dass der Sommer endgültig fast vorüber ist und wir zum Einbruch der Morgendämmerung längst wieder zu Hause sind. Trotzdem eine wunderschöne Zeit zum Laufen, denn man ist für sich und startet mit einem freien Kopf in den Tag, Nachteil: man sieht nicht mehr alles was die Vierbeiner neben und vor einem so tun.

Wir waren also heute gut 2/3 der Strecke gelaufen und es war Zeit, die Hunde ins Fuss zu holen, denn auf dem letzten Streckenabschnitt geht es Richtung Stadtmitte und es tummeln sich dann auf dem Wander- und Radweg einige frühe Fahrradfahrer. Gar kein Problem für die Jungs, sie laufen brav an meiner Seite, einzig verwundert war ich etwas über die Ohrenhaltung von Pitch. Diese lagen nämlich unterwürfig eng am Kopf. Ich schob es auf mein kleines Mitarbeitergespräch zu Beginn der Laufrunde, als der Herr der Meinung war, er könnte die Straßenüberquerung vor mir angehen. An der ersten Straßenkreuzung in der Stadt saß er dann auch sehr brav und artig neben mir. Immer noch mit angelegten Ohren, aber wedelnder Rute, aber er wartete bis die Grünphase uns das Überqueren der Straße erlaubte. Wir liefen die letzten Kilometer nach Hause. Vor unserem Haus nahm ich wahr, dass Pitchs Lefze einseitig eingeklappt war. Ertappt, denn das ist ein sicheres Zeichen dafür dass er garantiert irgendwas mit sich herum trägt. Und richtig, er hob den Kopf, wedelte wie wild mit der Rute und ich sah Stacheln aus dem Fang blitzen. Oh je, ein Igel. Der hatte sich seinen Morgen sicherlich auch ein wenig anders vorgestellt und war nicht als freiwilliger Anhalter unterwegs. Also noch einmal umdrehen, ein ruhiges, laubbedecktes Plätzchen suchen, Igel ablegen lassen, mit Laub bedecken und abwarten. Der kleine Kerl entrollte sich auch ganz schnell und lief von dannen. Unversehrt und auf Erkundungstour seines neuen Nahrungsgebietes.

Für die Tierschützer unter euch: natürlich habe ich im Anschluss noch einmal auf der Seite des Nabu und bei Pro-Igel nachgeschaut und mich vergewissert, dass wir uns einigermaßen korrekt verhalten haben.
Und Pitch? Der braucht sicherlich erst einmal eine Floh- und Wurmkur.

Kontakt mit Artgenossen

Stadt-Land-Hund! Hundehaltung in der Stadt und auf dem Land

Braucht ein Hund ein Hundeleben auf dem Land um glücklich zu sein? Benötigt man wirklich einen Garten, um einen Hund artgerecht halten zu können? Darf ich einen Hund in meiner Einzimmerwohnung halten? Darf mein Hund im Freien oder im Zwinger schlafen? Was braucht (m)ein Hund, um artgerecht und damit glücklich zu sein? Viele Fragen gehen in der Regel der Hundeanschaffung voraus. Unter anderem fragt sich ein verantwortungsbewusster angehender Hundehalter, welche Haltungsform und damit Lebensform für den Hund artgerecht ist. Nichts wird dabei so kontrovers diskutiert, wie die grundsätzlichen Formen der Hundehaltung aussehen sollten.

Zunächst lohnt sich ein Blick in das Tierschutzgesetz. Hier heißt es in Paragraph 2: “Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, 1. muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,…” Heißt im Klartext, dass der Hund gefüttert, bewegt und entsprechend seiner Rasse artgerecht gehalten werden muß. Letzteres läßt Interpretationsspielraum zu, denn was für einen Mops artgerecht ist, ist es für eine Dogge nicht unbedingt, wenn man beispielsweise Höhe der Fütterungsmenge und Bewegungsangebot miteinander vergleicht. Weitere Informationen liefert die Tierschutzhundeverordnung. Hier werden in Paragraph 2 die allgemeinen Anforderungen an die Hundehaltung geregelt und in den Paragraphen 4, 5 und 6 die Anforderungen an das Halten von Hunden im Freien, in Räumen und im Zwinger. Das Gesetz regelt somit die Mindestanforderungen bei der Hundehaltung. Alles was darüber hinaus geht, ist rein rechtlich betrachtet also ein AddOn und mit diesem möchten wir uns ein wenig näher beschäftigen.

Vor der Hundeanschaffung sollte man sich zunächst genauer mit der Hunderasse beschäftigen. Jede Hunderasse hat eine ursprüngliche Verwendung und an dieser sollte sich die Form der Haltung orientieren. Beispiel: rein rechtlich gesehen dürfte man einen Mops in einem Zwinger von 6qm halten, da der Mops aber als Schoß- und Begleithund seine ursprüngliche Rasseverwendung hat, wäre er nur mäßig begeistert von dieser Haltungsform und sicherlich würde ein verantwortungsvoller Mops-Züchter seine Nachzucht nicht an jemanden verkaufen, der diese Haltungsform beabsichtigt. Umgekehrt gibt es Hunderassen wie Beispielsweise der Husky, der sich im Freien oder im Zwinger absolut wohlfühlt und für den beheizte Wohnräume nur bedingt geeignet sind. Ich möchte an dieser Stelle kein Urteil fällen. Sicherlich gibt es Huskys, die (sofern sie andernweitig ausreichend beschäftigt werden) auch in der Wohnung und im Haus gehalten werden können, aber insgesamt ist das Halten immer als ein Zusammenspiel aus Haltung und Bewegung/Beschäftigung anzusehen. Dementsprechend ist meiner Meinung nach auch die Zwingerhaltung zu beurteilen. Schutzhunde, die stundenweise im Zwinger untergebracht sind, aber als Ausgleich artgerechte Beschäftigung erfahren, sind sicher genauso glücklich wie Artgenossen, die 24 Stunden im Haus verbringen. Dagegen gibt es Hunderassen, die unbedingt die dauerhafte, enge Anbindung an den Menschen benötigen. Diese rassespezifischen Eigenschaften sollte man vor dem Hundekauf berücksichtigen, wenn man eine bestimmte Haltungsform beabsichtigt und ein verantwortungsvoller Züchter weist im Gespräch immer darauf hin, was die Hunderasse benötigt und wie sie gehalten werden sollte.

Neben der reinen Haltung von Hunden ist die Beschäftigung und Bewegung von Hunden zu betrachten. Denn ein kuscheliges Hundebett im Haus sowie ein 1000qm großer Garten mag zwar rein von der Haltungsform artgerecht für einen Labrador Retriever sein, er wird sich jedoch bald ziemlich langweilen und auf interessante Ideen der Gartenumgestaltung kommen! Ein Hund braucht Beschäftigung und zwar am Besten artgerechte Beschäftigung! Dazu zählt neben ausreichend Bewegung und Kontakt zu Artgenossen eine Auslastung gemäß seiner Rasse. Nun muß (um beim Beispiel Retriever zu bleiben) der Hund nicht gleich zur Jagd geführt werden, aber Retriever sind ziemlich glücklich, wenn sie apportieren und Beschäftigungen rund um die Nasenarbeit erledigen dürfen (Bsp. Leckerchensuche, Fährtenarbeit etc.). Solange ein Hund seine rasseursprüngliche Verwendung in irgendeiner Form ausleben darf und hier gefordert wird oder mit Alternativen wie DogDancing, Longieren, Agility u.v.m. beschäftigt wird, kann man auch in einer Einzimmerwohnung mitten in der Stadt leben. Und ja, natürlich – es gibt Ausnahmen von Hunden, die auch mit dreimal Gassirunde um den Häuserblock zufrieden sind, aber die Regel ist das nicht!

Was macht eine gute Hundehaltung zusammenfassend aus?
1. Ausreichend Bewegung in Form von Spaziergängen und/oder Fahrradfahren o.ä.

Fahrradfahren mit Hund

2. Kontakt zu Artgenossen

Kontakt mit Artgenossen

3. Ausreichend Beschäftigung (idealerweise eine Beschäftigung, die seiner Rasseverwendung entspricht)

Artgerechte Beschäftigung

4. Eine artgerechte Haltung mit einem Ruheplatz zum Zurückziehen und Schlafen

Gesunder Hundeschlaf

5. Und natürlich eine ausgewogene Ernährung sowie einen Hundehalter, der seinen Hund gern hat und sich mit ihm beschäftigt. Denn auch konsequente Erziehung ist ein Grundpfeiler der artgerechte Hundehaltung.

Bindung

 

 

Hund und Kind Ausbildung

Hund und Kinder – eine Anekdote aus dem Leben eines Familienhundes

Ein Hund ist ein tolles Familienmitglied, anhand dessen Kinder den Umgang mit anderen Lebewesen, Rücksichtnahme und Verantwortung lernen können. Natürlich liegt die Hauptlast für Ausbildung, Pflege und Fütterung bei den Eltern, so dass von einer Anschaffung eines Hundes FÜR ein Kind bis zu einem gewissen Alter abzuraten ist. Wir möchten an dieser Stelle aber mal einen kleinen – ganz privaten – Einblick in unser Familienleben mit Hunden geben und zeigen, wie Kinder mit bzw. durch Hunde eine ganze Menge lernen können.

Wir haben zwei Golden Retriever, die zum einen natürlich ‘Mitarbeiter’ unserer Firma sind, aber natürlich auch Familienhunde. Golden Retriever sind Jagdhunde, d.h. sie werden für die jagdliche Arbeit nach dem Schuss gezüchtet und ihre ganz besondere, angewölfte Eigenschaft besteht in einem ruhigen und führigen Temperament und einem hohen Finderwillen bei der Nachsuche auf Wild, gepaart mit der Bereitschaft mit dem Hundeführer dabei zu kooperieren. Erstere Eigenschaften machen ihn deshalb auch zu einem sehr geeigneten Familienhund, aber auch die zweite Haupteigenschaft kann in einer Familie durchaus von Vorteil sein. Beide unsere Hunde werden auch jagdlich geführt, d.h. sie haben von Welpenbeinen an gelernt, ihre Nase für verschiedene Arten von Suchen einzusetzen. Besonders unser ‘Senior’ Oscar, der mittlerweile 8,5 Jahre alt ist, sucht ausdauernd und nimmermüde – egal ob Stofftier, Tennisball oder in der Jagdsaison eben Wild. Soviel zur Einleitung zur folgenden Anekdote zum Thema Familienleben mit Hund.

Unsere große Tochter geht in einen Waldkindergarten und eines der dortigen Verbote ist, dass die Kinder eigenes Spielzeug mitbringen, da es zum einen dort kein Spielzeug im herkömlichen Sinne gibt, zweites Streiereien verhindert werden sollen und vor allen Dingen Drittens: verliert man es im Wald – so ist es weg! All das weiß natürlich (eigentlich) auch unsere Tochter. Nun war Oma mal wieder auf einem Spielzeugflohmarkt unterwegs und brachte neue Schleich-Tiere für die Kinder mit: Pferd, Schwein und auch zwei kleine Katzen ca . 3cm groß und aus Hartplastik. Und genau eine dieser Katzen hatte sie trotz Verbots morgens in ihrer Jackentasche ‘mitgeschmuggelt’. Das wäre vielleicht nicht weiter schlimm gewesen, wenn sie denn auch in der Jackentasche geblieben wäre, aber natürlich mußte die Katze auch gezeigt werden. Es kam wie es kommen mußte: als ich mein Kind mittags aus dem Kindergarten abholte, kam sie mir schleichend und mit hängendem Kopf entgegen und sagte mit leiser Stimme, dass sie ihre Katze verloren hätte. Insgeheim schmunzelte ich, denn was gibt es Besseres, als dass Mamas Ermahnungen eintreffen? Richtig! Eine bereits angemahnte Konsequenz: das Teil war weg. Materialistisch wie Kinder sind kam folglich die Frage, ob ich denn nicht eine neue Katze kaufen könnte. Strafe muss sein, also natürlich Nein, das können wir nicht, schließlich hatten wir die Diskussion bereits einige Male, warum Spielzeug nicht in den Kindergarten mitgenommen werden soll. Langes Gesicht und Tränen.

Auf dem Heimweg hörte ich dann zunächst gar nichts und irgendwann kam kleinlaut hinten aus dem Auto: “Aber wir haben doch Hunde!” “Ja, und?” “Aber die finden doch alles, Mami” Hmm, wo sie Recht hat, hat sie Recht. Ich erklärte ihr dann, dass unsere Hunde ja gute Nasen hätten, aber dass man ihnen eben auch beibringen muss, welchen Geruch sie suchen sollen und wie das ganze Training funktioniert. Meine Tochter hörte aufmerksam zu und sagte dann ganz entschlossen: “Dann bringe ich das meinem Oscar bei und geh mit ihm die Katze suchen!” Warum eigentlich nicht, dachte ich mir – so ist das Kind jedenfalls nachmittags beschäftigt und der Hund hat seinen Spaß. Ich sagte ihr, dass ich das gut finde, ich aber ihr nicht verspreche könne, dass der Hund die Katze dann finden wird. Außerdem versprach ich, dass ich mit ihr am nächsten Tag die Katze suchen würde, wenn sie denn selber dem Hund die Suche nach der Katze beibringen würde.
Gleich nach dem Mittagsessen schnappte sie sich Hund und ein anderes der zig Schleichtiere und übte mit ihm. Oscar saß erst einmal ganz verdattert vor ihr. Kinderspielzeug ist Verboten für unsere Hunde, also machte er erst mal gar nix und brachte ihr auf ‘Such’ sämtliche seiner Stofftiere. Das Kind war frustriert. Ich zeigte meiner Tochter, dass sie Oscar zunächst beibringen müßte, dass er die Katze aufnimmt. Sie übte das Aufnehmen aus der Hand, dann vom Boden und als beides gut klappte, versteckte sie die Katze in sämtlichen Räumen und Oscar durfte sie suchen. Damit waren sie gut eine halbe Stunde beschäftigt und meine Tochter siegessicher, dass Oscar nun auch die Katze in der Wiese finden würde. Ich erklärte ihr daraufhin, dass Oscar nun aber auch lernen müsse, die Katze auch in anderer Umgebung z.B. draußen zu suchen. Also zog sie mit Oscar in den Hof und suchte die Katze in Gebüschen und im Rasen.

Am nächsten Tag hielt ich mein Versprechen und holte sie gemeinsam mit Oscar aus dem Kindergarten ab. Die erste Herausforderung bestand darin, den Platz zu finden, an dem die Katze in etwa verloren gegangen war. Die Erzieherinnen hatten mir zwar in etwa grob erklärt, wo sie am Vortag hingewandert waren, aber den Platz kannte ich nicht. Wir zogen zunächst gut eine halbe Stunde durch den Wald, geleitet von einer sehr motivierten Fünfjährigen, die noch sehr genau wußte, wo sie längs gelaufen waren – zum Glück, denn ich hätte die Wiese sicher nicht gefunden. Für Oscar hatte ich das Schweißgeschirr eingepackt und den Schweissriemen, denn mir war klar, dass wir die Katze nur mit tiefer Nase finden würden, denn die Wiese war kniehoch und es galt also, den Hund an den Stellen klein zu halten, an denen die Kinder am Vortag gespielt hatten. Meine Tochter zog Oscar Schweissgeschirr und Riemen an, ich hielt ihn und sie schickte ihn zur Suche. Stück für Stück liefen wir das Areal ab. Zur Sicherheit hatte ich mehrere der kleinen Plastiktiere eingepackt, die ich alle paar Minuten unbemerkt fallen ließ, so dass der Hund zwischendrin auch Erfolg in der Suche hatte. Oscar suchte unermüdlich, das Kind lief vorweg und zeigte die Plätze an, an denen sie war und an denen sie sicher war, dass sie die Katze noch hatte. Wir suchten etwa 20 Minuten, als der Hund anzeigte, dass er unter einem niedergetrampelten Grasbüschel Witterung hatte. Ich gab meiner Tochter an, dass sie mit ihm gemeinsam dort suchen sollte. Und tatsächlich! Unter den langen Halmen entdeckten wir die schwarz-weiße Plastikkatze. Das Kind war glücklich – Oscar fix und alle – und ich zufrieden, dass beide eine Lektion gelernt hatten. Oscar ist nun noch mehr der Hund meiner Tochter als vorher, Spielzeuge bleiben seither klaglos zu Hause und wir haben nun neben Dummy- und Jagdhund auch vermutlich den ersten Katzennachsuchenhund in Esslingen.

 

Biothane Schleppleine 15m

Brut- und Setzzeit: Schleppleinen für die Anleinpflicht

Die Brut- und Setzzeit steht vor der Tür und in einigen Bundesländern geht damit auch die Anleinpflicht für Hunde einher. Diese erstreckt sich auf das Betreten von Nutzflächen und auf freien Flächen, Feldern, Wiesen und in Wäldern. Offiziell ist dieser Zeitraum vom 01. April bis 15. Juli, allerdings gilt das Nicht-Betreten bestimmter Flächen z.B. Obststreuwiesen bereits ab 15. März. Eine gute Wahl, um den Hund auf dem Weg und innerhalb eines kleinen Radius zu halten, ist dann der Einsatz einer Schleppleine. Wir empfehlen als Material Schleppleinen aus Biothane. Diese Hundeleinen sind sehr belastbar, saugen sich nicht mit Nässe und Schmutz voll und sind auch in Signalfarben erhältlich, so dass man die Leine gut auf dem Waldboden sehen kann.

Aber auch außerhalb der Brut- und Setzzeit solltest du schauen, dass eure Spaziergänge nicht abseits der Wege sind und Hundekot ordnungsgemäß entsorgt wird. Wiesen werden vielfach als Futterwiesen genutzt und durch Hundekot verunreinigtes Gras und Heu frisst sicherlich keine Kuh gerne, andere Anbauflächen dienen der Nahrungsmittelgewinnung und auch hier stellt Hundekot eine große Verunreinigung dar.
Für den richtigen Umgang mit der Schleppleine bieten wir hier in unserem Hundeblog in der Kategorie ‘Hundeausbildung und Hundetraining‘ übrigens eine detaillierte Trainingsanleitung an. Wir wünschen viel Spaß damit!

Hundesitting

Oscars Welt: Wellness-Urlaub für den Hund

Ein runder Familiengeburtstag im Norden stand an und weil nur ein zusätzlicher Urlaubstag zum Wochenende drin war, sahen wir uns gezwungen, die Hunde ausnahmsweise einmal auszuquartieren, um den langen Weg mittels Flugzeug zu verkürzen. Zugegebenermaßen gebe ich unsere Hunde nur sehr ungern in fremde Hände, sind sie auch noch so liebevoll – es ist einfach ein seltsames Gefühl, die Verantwortung an jemanden Anderes abzutreten. Irgendwie weiß man ja auch nie, ob der Hund sich auch wirklich benimmt. Eigentlich ist das meine größte Sorge! Aber was muss das muss und zum Glück verfügen wir über sehr nette Trainmingspartner, die nicht nur liebevoll sind, sondern auch konsequent. Die idealen Hundesitter!
Oscar und Pitch zogen also jeweils mit Übernachtungstäschchen, einer Liste voller guter Ratschläge (auch Bedienungsanleitung genannt), ausreichend Futter und Nervennahrung und eine Flasche zum Schöntrinken für die Zweibeiner in die jeweilige Urlaubsunterkunft. Man kann ja nie wissen, ob letztere zwei Dinge irgendwie nützlich sein können – vermutlich je nach Arbeitsaufwand beim Hund. Andere mögen diese Utensilien als Bestechungsgeld bezeichnen – egal – Hauptsache es hilft!

Nach zwei Stunden erreichten mich die ersten SMS: alles in Ordnung. Hund geht es gut. Ich fühlte mich erleichtert. Die Vernunft sagt zwar, dass so ein kurzfristiger Besitzerwechsel unproblematischer für den Hund als für den Hundeführer ist, aber so ein klein wenig vermenschlicht man das Ganze ja doch. Um es auf den Punkt zu bringen: beide Hunde haben mich für einen Tennisball einfach verkauft. Jawohl. Ohne schlechtes Gewissen. In meinem Postfach fand ich am Abend jeweils eine eMail mit Beweisfoto von schlafenden und sehr glücklich wirkenden Hunden.

Die drei Tage ohne die beiden Knallköpfe vergingen wie im Flug. Beiden ging es mehr als gut in ihren Urlaubsunterkünften. Mein schlechtes Gewissen regte sich: jeder Hund bekam ein speziell auf ihn abgestimmtes Hunde-Wellness-Programm bestehend aus Apportierspielen, Tennisballwürfen, vielen, vielen Streicheleinheiten von jedem Familienmitglied, und, und, und…Würden die beiden überhaupt wieder nach Hause kommen wollen? Ich hegte da so langsam meine Zweifel. Die Wahl hatten sie aber nicht, als ich sie abholte und beide kamen fröhlich – mit der Rute wedelnd – wieder mit nach Hause. So, als wären sie nie weg gewesen.

Also für alle, die ihre Hunde notgedrungen mal für ein paar Tage weggeben müssen: macht euch keine Sorgen! Euer Hund ist sicherlich in den besten Händen, lässt sich verwöhnen und wird die Tage ohne euch gut überstehen!