Zum Thema Gesundheit des Hundes, Hundekrankheiten, Prophylaxe

Hundesenior Oscar

Mein Hund ist alt…

…auf einmal ist er da: der Tag, an dem man zum ersten Mal realisiert, dass der eigene Hund ein Senior ist. Die Erkenntnis, dass einem vielleicht nicht mehr viele gemeinsame Jahre verbleiben, sondern diese an einer Hand abzuzählen sind. Und dennoch gehört auch der ‘alte’ Hund noch lange nicht zum alten Eisen! Nur einige Dinge gibt es, denen man nun doch etwas mehr Beachtung schenken muss.

Bewegung hält fit

Etwas langsamer geht es nun voran. Nicht mehr so ungestüm und wild wie in den ersten Hundejahren. Trotzdem braucht auch der ältere Hund nach wie vor seine gewohnt ausgiebigen Spaziergänge und sogar Trainingseinheiten. Besonders aktive Hunde lieben der Gesundheit angepasste, sportliche Betätigung.

Die Aktivitäten sollten nun daran angepasst werden, dass wie auch bei einem jungen Hund im Wachstum, abrupte Stopp-Bewegungen und schwieriges Gelände vermieden werden. Häufiges Ballwerfen mit kurzen Sprints gehen besonders auf Ellbogen und Vorderlaufgelenke und können ersetzt werden durch Suchspiele. Generell eignen sich alle Aktivitäten, die die Nasenleistung herausfordern. Hunde, die aktiv im Agility oder anderen Hundesportarten geführt wurden, finden u.U. an gemäßigten Bewegungsaktivitäten wie Longieren, langsames Radfahren oder Joggen/Nordic Walking Gefallen. Radfahren mit dem alten Hund? Sicherlich nicht mit jedem, aber dem Tempo des Hundes angepasst, mit ausreichend Pausen ist auch dies in den ersten Senior-Jahren eine angemessene Betätigung, gerade für gesunde, bisher sehr aktive Hunde.

11 Jahre und noch flott unterwegs: Oscar bei der Suche

Das Bewegungsprogramm sollte in jedem Fall auf die Witterungsbedingungen ausgerichtet sein, d.h. im Sommer sind lange Spaziergänge und Aktivitäten am Besten in die Morgen- oder Abendstunden zu legen. Sehr gut eignet sich im Sommer natürlich das Schwimmen, sofern der Hund gerne ins Wasser geht. Es schont die Gelenke und sorgt für einen gleichmäßigen Bewegungsablauf. Aber Achtung: bei einigen Senioren benötigt die Blase häufigere Entleerung – bei hohem Wasserbedarf oder auch nach dem Schwimmen darauf achten, öfter im Anschluss den Hund zum Lösen raus zu lassen.

Außerdem ist zu beachten, dass der alte Hund längere Regenerationsphasen hat. Er benötigt mehr Schlaf und vor allem bei größerer Belastung ein durchdachtes Aufwärmprogramm.

Das richtige Futter für den Senior

Mit zunehmend gemäßigterer Bewegung, sinkt der Kalorienbedarf des Hundes. Während einige Hunde bis ins hohe Alter nie Gewichtsprobleme haben, zeichnet sich bei anderen Hunden nun ein geringerer Futterumsatz ab. Sicherlich spielt bsp. eine Kastration eine Rolle, aber auch andere Faktoren wie ein höheres Ruhebedürfnis und langsamere Bewegung.

Wer BARFt, kann die Fleischmengen reduzieren, auf mageres Fleisch achten und den Anteil von Gemüse und Obst erhöhen und Joghurtprodukte durch fettarme Joghurtprodukte ersetzen. So bleibt die Menge in etwa gleich, aber der Fettanteil wird gesenkt. Wichtig ist auch, das Calcium-Phosphor Verhältnis nochmals zu überprüfen und ggf. anzupassen. Ob der Senior gut versorgt ist, darüber gibt ein Blutbild Auskunft.
Beim Trockenfutter ist dies schwieriger, ob ein spezielles Seniorenfutter wirklich nötig ist oder ggf. nur die Zusammensetzung von Rohproteinen und Rohfetten durch die Wahl einer anderen Sorte die Lösung ist, muss ausprobiert werden.

Regelmäßige Senioren-Checks beim Tierarzt

Ein regelmäßiger Seniorencheck beim Tierarzt sollte einmal jährlich Pflicht sein. Gemeinsam mit dem Tierarzt sollte dann auch entschieden werden, wie das Impfprogramm für die Seniorenjahre aussehen sollte. Was sollte auf jeden Fall geimpft werden, was kann womöglich weggelassen werden, wenn der Hund nicht mehr ganz so fit ist.
Wir selber lassen bei unserem Senior zusätzlich ein großes Blutbild machen, um zu sehen, dass die Werte im grünen Bereich sind. Auch hier gibt es Werte, die man beobachten sollte.

Auch wenn es hoffentlich noch in weiter Ferne ist, wollte zumindest ich wissen, wie das Prozedere im Falle einer Einschläferung ist. Ich möchte diese Entscheidungen nicht plötzlich treffen müssen und es ist gut zu wissen, dass unsere Tierärztin auch zu uns nach Hause käme und welche Bestattungsmöglichkeiten es für unseren Hund gibt. So kann ich mich im Vorfeld damit auseinander setzen und muss diese schweren Entscheidungen nicht urplötzlich im Notfall treffen. Auch wenn es weh tut, sind diese Entscheidungen wichtig und können besser getroffen werden, wenn man noch nicht betroffen ist.

Kleine Alters-Beschwerden

Hunde, die schon in jungen Jahren gesundheitliche Beschwerden haben, leiden nun verstärkt unter den Symptomen. Aber auch typische Altersleiden treten nun auf: Inkontinenz oder ein langsames Nachlassen der Blasenkontrolle können zum Beispiel nun auftreten. So muss unser Senior nun öfter kurz vor die Tür und kann nach ausgiebigen Schwimmgängen nicht mehr so lange aushalten wie noch vor zwei, drei Jahren. Die Hörleistung und Sehleistung nimmt bei einigen Hunden ab und nach dem Aufstehen benötigt der ein oder andere Hund ein paar Schritt, um in die Gänge zu kommen. Darauf nehmen wir gerne Rücksicht.

Altersstarrsinn und andere Eigenarten

Fast alle Hundebesitzer, die schon einen alten Hund gehabt haben oder einen haben, können davon ein Lied singen. Die liebenswerten Macken der Hunde werden im Alter – nun ja – durchaus ausgeprägter. So manch einer fragt sich, warum der Hund auf den früher so gut funktionierenden Komm-Pfiff nicht mehr hört, sehr wohl aber aus dem Tiefschlaf aufspringt, um in die Küche zu rennen, weil der Joghurtbecher geöffnet wurde, bei dem der Senior seit jeher den Deckel ablecken darf.

Sicherlich ist es eine Mischung aus nachlassender Hör- und Sehleistung des Hundes. Oft sind es nur bestimmte Frequenzen, die der Hund nicht mehr hören kann oder bei der Sehleistung sieht der Hund noch relativ gut am Tag, aber bei der Dämmerung kann er nur noch Bewegungsreize ausmachen. Eine Rolle spielt aber auch die nachlassenden Konsequenz des Hundebesitzers. Gerne übersieht man nun, dass der Opi nochmals das Bein hebt, bevor er gemütlich auf das Rufen oder Pfeifen angetrabt kommt. Man nimmt es auch nicht mehr ganz so genau, wenn der Hund sich statt auf Sitz nicht setzt, sondern einfach stehenbleibt und verharrt.

Dennoch sollte in den wichtigen Dingen des alltäglichen Zusammenlebens nach wie vor Konsequenz gelten. Einfach, weil es das Leben für beide Seiten einfacher macht! Und natürlich darf auch nach wie vor der alten Hund für ein ausgeführtes Kommando belohnt werden. Die positive Bestärkung ist auch im Alter ein wichtiger Bestandteil – wir als Hundebesitzer vergessen es nur manchmal, weil so viele Dinge selbstverständlich geworden sind.

Habt auch ihr einen alten Hund? Wie sind eure Erfahrungen und welche Anekdoten könnt ihr berichten?

 

Westwing Gastblog Juli 2015

Hundekekse und Leckerchen zum Selbermachen

Heiß, heiß, und nochmals heiß ist es diesen Monat. Da fehlt so manchem Zwei- und Vierbeiner fast die Lust zu ausgedehnten Spaziergängen und so manch einer döst lieber faul an See, Meer oder Bachlauf und lässt die Seele baumeln, während sein Hund sich ausgiebig im nassen Element tummelt. Gut, wenn man für sich selbst gesundes Obst, Gemüse und viel Wasser dabei hat. Und dein Hund? Für den dürfte es doch zur Abwechslung auch einmal etwas Besonderes sein. Es muss nicht immer was Gekauftes sein, sondern man kann Hundeleckerchen auch selbst zubereiten. Wie das geht, und das dies gar nicht so schwer ist, das könnt ihr in dem kostenlosen eBook von Westwing nachlesen (Hundekekse selber backen). Sowohl Mitarbeiter von Westwing als auch Hundeexperten haben hier ihre Lieblingsrezepte zusammengetragen und geben außerdem Tipps zur Auswahl der richtigen Zutaten und der Zubereitung.

Leckerchenrezeot_1 Leckerchenrezept 2

Egal ob Futtermittelallergiker oder ‘Allesfresser’ – unsere Hunde finden jedenfalls dass selbstgemachte Leckereien noch am Besten schmecken. Also: auf an den Herd, Picknicktasche für Zwei- und Vierbeiner packen und dem sommerlichen Badevergnügen steht nichts mehr im Wege!

Tierheilpraktiker Uwe Köstler mit seinen Hunden

Was macht eigentlich…ein Tierheilpraktiker?

Neben klassischen tierschulmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten gibt es mittlerweile eine Vielzahl von alternativen Optionen für Hunde und andere Tiere auf dem Markt. Wir möchten heute das Berufsbild des Tierheilpraktikers  und die Behandlungsschwerpunkte eines Tierheilpraktikers vorstellen. Der Tierheilpraktiker Uwe Köstler vom Köstler Hundezentrum stellt die Schwerpunkte seiner Arbeit in unserem Hundeblog vor:

Die Arbeit eines Tierheilpraktiers von Uwe Köstler
“Ganzheitliches Behandeln – nicht nur einer Linie folgen, das Tier in der Ganzheit betrachten, um die Ursachen von Krankheiten und Beschwerden finden!
Alle Faktoren in Betracht ziehen! In meiner Praxis vereinigt sich der Wunsch, den Patienten schnellst möglich zu heilen und das Einbeziehen von schonenden Behandlungsmöglichkeiten!
Was der Heilpraktiker für den Menschen ist, ist der Tierheilpraktiker für die Tiere – noch nicht überall anerkannt und doch sehr erfolgreich. Warum zweifeln? Meine Erfolge sprechen für sich! Wo die Tiermedizin mit der chemischen Keule zuschlägt, bekommt der Hund bei mir individuell abgestimmt das richtige aus der Natur. Homöopathie, Bachblüten, Tier-Kinesiologie oder Schüssler Salze…
Ich wende eine Vielzahl an schonenden, alternativen Behandlungsmethoden für Ihr Tier an. Mit der Bioresonanzmethode, einem speziellen Diagnose- und Therapieverfahren, wird ein neuer, richtungsweisender Weg beschritten, der Tieren auch bei chronischen Erkrankungen zu helfen.
Ich zeige die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, die dem Tier zu einer besseren Lebensqualität und zu mehr Vitalität verhelfen können.

In Stichworten verschieden Ansatzpunkte, die das Einsatzspektrum nur ansatzweise zeigt:

  •      Scheinträchtigkeit
  •      Zecken
  •      Wundheilung
  •      Entzündungen unterschiedlicher Arten
  •      Gelenkprobleme
  •      Wirbelsäulenblockaden
  •      Allergien
  •      Futterunverträglichkeiten
  •      Durchfälle durch verschiedene Auslöser, z. B. durch Düngemittel”

Der Tierheilpraktiker kann eine Ergänzung oder Alternative zur tiermedizinischen Behandlung darstellen. Wer genauere Informationen wünscht, kann sich gerne an Uwe Köstler wenden. Ein persönliches Gespräch ist im ersten Schritt auf jeden Fall zu empfehlen.

Uwe Köstler mit seinen Hunden Silas und Timber