Material-Vergleich für Hundebetten und Hundekissen
Auf dieser Seite stellen wir alle in unseren Hundebetten, Hundekissen und weiteren Produkten verwendeten Materialien vor. Wir möchten an dieser Stelle nicht nur unsere verwendeten Materialien vorstellen, sondern kurz die derzeit gängigen Materialien für den Bezug und die Füllung von Hundebetten und Hundekissen präsentieren.
Zuerst ist wichtig zu verstehen, dass jedes Material seine Vorteile und Nachteile besitzt. Es gilt immer, sich zu überlegen, welche Eigenschaften für die Bedürfnisse des Hundes wichtig sind. Ein kurzes Beispiel: Ist der Außenbezug des Hundebetts aus einem Textilmaterial wie Baumwolle oder Nylon, ist dies vielleicht „kuschelig” für deinen Hund aber das Bett nimmt Geruch auf, welcher sich mit der Zeit in der Füllung des Betts festsetzt. Mit einem Bezug aus Kunstleder ist das Bett nicht „kuschelig” aber dafür kann kein Geruch in das Bett gelangen – auch nicht nach vielen Jahren. Mit einem Bett aus Kunstleder und einer kuscheligen Decke im Bett ist die perfekte Kombination der Materialien gefunden.
Mit der folgenden Übersicht von Materialien und deren Eigenschaften möchten wir dir bei deiner Kaufentscheidung helfen.
Außenmaterial
Leder
Leder ist eine durch Gerbung chemisch haltbar gemachte Tierhaut, deren natürliche Faserstruktur weitgehend erhalten ist. Ein gutes Leder ist reißfest, robust, kratz- und bissbeständig.
Da Leder ein reines Naturprodukt ist, dunkelt die Farbe des Leders tendenziell leicht nach und nimmt mit der Zeit Geruch an. Hundebetten aus Glattleder sind unempfindlicher gegenüber bestimmten Verunreinigungen mit Flüssigkeiten, Staub und Haaren. Die Auswahl an Farben und Mustern ist wie auch beim Kunstleder begrenzt.
Kunstleder
Kunstleder ist ein flexibler Kunststoff oder auch PVC, der mit einem Gewebe auf der Rückseite verstärkt ist. Kunstleder ist wasserdicht, abwaschbar, und damit pflegeleicht. Kunstleder bzw. Art-Leder oder Dekorleder sind alle aus PVC hergestellt und unterscheiden sich hauptsächlich in folgenden Eigenschaften:
- Die Oberfläche
Die Oberfläche kann glatt, genarbt oder bedruckt sein. Wichtig ist, dass das Material kratzfest ist, damit Hundekrallen keine sichtbaren Spuren oder Risse verursachen. - Das Gewebe auf der Rückseite
Dies ist die wichtigste Eigenschaft für eine hohe Zugfestigkeit, Reißfestigkeit und Bissfestigkeit des Materials. Je dichter das Gewebe und je weniger Dehnung es erlaubt, desto stabiler ist das Außenmaterial des Hundebetts. - Die Stärke der PVC Schicht
Die Stärke oder Dicke der PVC Schicht bestimmt – zusammen mit dem Gewebe auf der Rückseite – über die Reiss- und Bissfestigkeit des Außenmaterials. - Der Geruch
Der Geruch ist für uns Menschen eine wichtige Eigenschaft. Jedes Kunstleder riecht für einen Zeitraum nach der Herstellung. Dies liegt am Herstellungsprozess. Jedoch muss dieser Geruch nach einigen Wochen verfliegen und sollte auch bei neuen Produkten nie wirklich unangenehm sein. Es besteht immer die Gefahr, dass giftige Stoffe wie sogenannte Weichmacher aus dem Material entweichen. Daher muss das von uns verwendete Sleepy-Leder die Norm für Kinderspielzeug erfüllen, welche Grenzwerte für schädliche Stoffe und Weichmacher vorschreibt.
Immer wieder bekommen wir Rückfragen, ob Kunstleder für den Hund unangenehm ist, da wir Menschen dieses Material meist als unangenehm auf der Haut empfinden z.B. im Sommer durch Schwitzen. Dazu können wir folgendes sagen: Hunde schwitzen über ihre Zunge und ihre Ballen, nicht aber über die Haut.
Textilien (Stoffe, Baumwolle, Nylon etc.)
Unter Textilien fallen die meisten verwendeten Stoffe für Hundebetten. Es gibt eine große Auswahl an unterschiedlichen Textilien. Es gibt feine Fasern oder robustere Fasern. Generell unterscheidet man zwischen Kunstfasern (z.B. Polyamid-Endlosfaser) und Naturfasern (z.B. Baumwolle). Die meisten Hundebetten, die es derzeit zu kaufen gibt, sind aus Kunst- oder Chemiefasern hergestellt, da sie reißfester sind als Naturfasertextilien.
Der große Vorteil bei Textilbetten ist, dass der Käufer eine enorme Auswahl an Farben und Mustern hat, aus denen er wählen kann. Textilmaterialien (auch die Kunstfasern) nehmen allerdings Geruch an, bieten Milben ausreichend Zwischenräume zum Einnisten und schützen die Füllung weder vor Geruch noch vor Milben. Das bedeutet, dass selbst ein regelmäßig gewaschener Bezug eines Textilbetts, nicht vor Geruch und eingenisteten Milben in der Füllung schützt. Textilbetten sind deshalb für Allergikerhunde auf keinen Fall geeignet. Auch für nicht allergische Hunde muss man sich überlegen, ob man den entstehenden Geruch akzeptieren will. Die Haltbarkeit von Textilbetten ist aufgrund des unzureichenden Schutzes der Füllung daher eher als kurz einzustufen.
Füllmaterial
SleepyTex / Latex (Premium-Linie)
Latex ist bekannt für hochwertige orthopädische Matratzen (für uns Menschen). Die hohe Punktelastizität bietet optimale Liegeeigenschaften: Das Material passt sich sehr genau dem Körper an. Diese Anpassungsfähigkeit behält Latex für viele Jahre (Matratzen für Menschen halten ca. 10 Jahre).
Kann die Luft im Latex ausreichend zirkulieren, hat Latex temperaturausgleichende Eigenschaften. Im Winter hält es warm und im Sommer ist es kühl. Wir verwenden Latex-Flocken in unseren Gesundheits-Hundebetten (Premium Linie) und bieten damit ein punktelastisches, allergieneutrales und temperaturausgleichendes Füllmaterial.
Eine weitere wichtige Eigenschaft ist, dass Latex keinen Lebensraum für Staubmilden bietet. Somit sind unsere Gesundheits-Hundebetten – wie auch die Latexmatratzen für Menschen – auch für Allergiker geeignet.
Latex ist geräuscharm (kein „Rascheln” oder „Knistern”), allerdings durch die hohe Raumdichte schwerer als die meisten anderen verwendeten Materialien.
Polyestervlies
Polyestervlies ist eine vollsynthetische Faser, die als Füllung einfacher Kissen verwendet wird. Sie bietet einen weichen Liegeplatz, hat jedoch keine punktelastischen Eigenschaften. Die Lebensdauer des Materials ist deutlich kürzer als bei Latex (ca. 2 Jahre).
Schaumstoff
Schaumstoff ist nach wie vor das Material, welches am häufigsten als Füllmaterial in Hundebetten und Hundekissen zu finden ist.
Die Qualität und der Preis von Schaumstoff wird an der Höhe der Raumdichte und des Härtegrades gemessen. Für Hundebetten werden aus Kostengründen meist Schaumstoffe mit einer geringeren Raumdichte und einem geringen Härtegrad genommen. Deshalb verlieren diese Matratzen schnell an Elastizität und werden zu weich oder bilden sogar eine Kuhle.
Wichtig ist, dass Schaumstoff sehr gut Feuchtigkeit aufnimmt, d.h. in Kombination mit einem wasserdurchlässigen Textil, dringt Feuchtigkeit in die Füllung des Hundebetts ein, so dass sich dort Pilze und Schimmel bilden können. Um das zu vermeiden, muß ein Liegeplatz aus Stoff mit Schaumstoffliegefläche regelmässig gelüftet werden oder auf ein Lattenrost gelegt werden. Werden Hundebetten mit Schaumstoffinnenleben und Stoffaußenmaterial auf Parkettboden platziert, muss regelmäßig kontrolliert werden, dass sich keine feuchten Stellen unter dem Hundebett bilden – besonders wenn ihr Hund nach einem Regenspaziergang nach Hause kommt.
Alternativ zu Schaumstoffhundebetten aus Textil sind Kunstlederhundebetten mit Schaumstoffinnenkissen. Durch das wasserdichte Kunstleder umgeht man zumindest das Eindringen von Feuchtigkeit und Milben, jedoch nicht den zügigen Verlust der Elastizität.
Styroporkugeln (Polystyrolperlen)
Styroporkugeln, auch Polystyrol- oder EPS-Perlen genannt, werden in Kugelform als Füllung von Hundebetten und Hundekissen verwendet. Sie sind frei beweglich und passen sich damit gut der Körperform des Hundes an. Genau wie bei Latex, gibt das Material an den Stellen am Stärksten nach, an denen der höchste Druck entsteht. Sie müssen das Kissen allerdings im Anschluss wieder aufschütteln, da die Styroporkugeln beim Hinlegen verschoben werden.
Styroporkugeln müssen spätestens – je nach Herstellerangabe – nach einem Jahre getauscht werden. Werden sie nicht regelmäßig getauscht verlieren sie ihre Anpassungsfähigkeit an die Körperform. Beim Kauf sollte daher der Aufwand und der Kaufpreis für Nachfüllmaterial berücksichtigt werden.
Vorsicht bei geräuschempfindlichen oder sensiblen Hunden: sie reagieren oft ablehnend auf die Styroporkugeln, da diese bei Bewegung „rascheln”.

