Die Erziehung und Ausbildung eines Hundes ist tägliche Arbeit und bedeutet Verantwortung, Konsequenz und aber auch jede Menge Spaß. Unsere Hunde werden von uns ab dem Tag ihres Einzugs im neuen zuhause artgerecht ausgebildet.

Entspannter Besuch beim Tierarzt

In bestimmten Situationen wie bsp. beim Tierarzt oder bei einer verletzten Pfote kann es sehr wichtig sein, dass dein Hund sich in Ruhe untersuchen läßt. Solche Situationen sind oft extrem stressig für Hunde (besonders wenn der Hund verletzt ist), so dass man ein entspanntes Liegen im Besten im Vorfeld in ruhiger und bekannter Umgebung immer wieder übt, damit es im Ernstfall unter Stress auch klappt.

Und so geht’s!

Setze dich auf den Boden und nimm ein Leckerchen in die Hand. Laß deinen Hund nun neben oder vor dir Platz machen und belohne ihn dafür mit einem Leckerchen. Streichel ihn und lobe ihn mit ruhiger Stimme. Wenn er entspannt im Platz liegt, nimmst du ein weiteres Leckerchen und hälst dieses so, dass er den Kopf auf den Boden legen muß, um an das Leckerchen zu gelangen. Liegt der Kopf auf dem Boden, dann belohne deinen Hund erneut mit dem Leckerchen. Im nächsten Schritt muß der Hund dazu gebracht werden, sich auf die Seite zu legen. Meist klappt dies am Besten, wenn das Leckerchen direkt nah am Kopf des Hundes vorbei geführt wird, so dass er zwar im Platz liegen bleibt, aber sich der Körper leicht verdreht. Dafür gibt es kein Patentrezept, sondern hier muß man ausprobieren, was der jeweilige Hund von sich aus anbietet. Manchmal hilft auch leichte Unterstützung bei der Rotation, so dass der Hund merkt, was du von ihm möchtest. Hier aber bitte kein allzu großes Mithelfen, denn passiv erlernte Trainingsschritte sind lediglich eine Trainingshilfe, ersetzen aber nicht, dass der Hund selber aktiv erlernen muß, was du von ihm erwartest.
Hat der Hund sich auf die Seite gelegt, mit dem Leckerchen belohnen und ihn ruhig streicheln.

Tip: einige Hunde sind so gierig aufs Leckerchen, dass sie sehr angespannt sind. In solchen Fällen lohnt es sich, auszuprobieren, ob man zunächst das Leckerchen weg läßt oder ein Spielzeug als Motivator einsetzt. Bei einigen Hunden reicht auch ein ruhig und freundlich gesprochenes Lob. Da es in der Hundeerziehung kein Patentrezept gibt, müßt ihr selber probieren, was für euer Team am Besten klappt.

Die einzelnen Schritte sollten, zunächst separat voneinander geübt werden, bevor man Platz, Kopf auf den Boden, auf die Seite legen, wie ein Puzzle zusammen setzt. Bitte ausreichend Pausen einplanen, um den Hund nicht zu überanstrengen. Jede neue Übung erfordert höchste Konzentration des Hundes. Einige wenige Wiederholungen reichen aus.

Klappt das auf die Seite legen zuverlässig, dann kann ein Kommando hierfür eingeführt werden. Dafür jedes Mal, wenn der Hund sich auf die Seite legt ein Kommando wie bsp. “Settle” oder “Seite” oder “Hinlegen” sagen. Hat der Hund das verstanden, dann sollte die Übung in anderer Umgebung  und unter zusätzlicher Ablenkung geübt werden. Denn nur wenn die Übung an Orten mit viel Ablenkung klappt, wird sie auch im Ernstfall beim Tierarzt und bei einer Verletzung klappen.

Wir wünschen viel Spaß beim Training!

Bindungsspiele

Grundlagen der Hundeerziehung: Positive Bestärkung durch Lob

Loben gehört zu den Basiselementen der Hundeerziehung. Richtiges Loben muß man allerdings erst einmal lernen. Hier ist richtiges Timing das A und O. Nur wer innerhalb von zwei Sekunden nach Erfüllen einer erwünschten Handlung lobt, der kann sich sicher sein, dass der Hund das Lob auch mit dieser Handlung verknüpft. Das gleiche gilt übrigens für negative Rückmeldung. Hier sei angemerkt, dass wir bei negativer Rückmeldung entweder von einer verbalen Rückmeldung (z.B. durch ein gegrummeltes ‘Nein’) oder aber vom Ignorieren eines Verhaltens ausgehen, niemals aber körperlich strafen!

Als Hundeführer muß man in der Lage sein, blitzschnell zwischen positiven Loben und negativer Rückmeldung hin- und herzuschalten, denn nur dann kann der Hund verknüpfen, ob seine Handlung erwünscht ist.

Neben dem Timing ist die Art des Lobes entscheidend. Hier muß jeder den Schlüssel zu seinem Hund finden. Die meisten Welpen reagieren zunächst sehr gut auf Futterlob oder verbales Lob mit hoher Stimme. Zum Loben gehören aber auch Körpersprache, Lob durch Spiel mit dem Hundeführer und Beutespiele. Welche Form des Lobens für den eigenen Hund die richtige ist, muß man ausprobieren. Lob darf in keinem Fall als lästig empfunden werden. Spuckt ein Hund einem das angebotene Leckerchen entgegen oder läßt den Ball lustlos wieder fallen, dann sind diese Formen des Lobes für den Hund eher nicht geeignet.

Das Loben wird immer ein Bestandteil der Kommunikation zum Hund bleiben und damit ein grundlegender Baustein für das Hundetraining und die Hundeausbildung – ein Hundeleben lang. Allerdings benötigt man im Verlauf des Erlernten nicht mehr ganz so häufige Bestätigungen und hohe Futtermengen. Hat ein Hund beispielsweise verstanden, was ‘Sitz’ bedeutet, so kann man sukzessive das Lob reduzieren. Bitte aber keinesfalls nur noch jedes zweite Mal loben. Das durchschaut der Hund schnell. Außerdem solltest du beachten, dass in neuen Umgebungen und bei neuen Reizen, wieder mehr Lob nötig sein wird, als beispielsweise zu Hause in gewohnter Umgebung.

Hier nun eine Übersicht über die unterschiedlichen Arten des Lobens:

Loben durch Stimme

Mit dem mündlichen Lob über deine Stimme kannst du deinen Hund punktgenau bestätigen und ihm damit zeigen, dass er gerade etwas richtig gemacht hat. Auch wenn dein Hund nicht in deiner unmittelbaren Umgebung ist, kannst du ihn mit einem Wort loben, ein Vorteil gegenüber den Leckerchen. Allerdings darf man  den Hund beim Loben nicht „zu quatschen“
Zuerst einmal musst du deinem Hund dein Lob verständlich machen, nutze dazu eine hohe Stimmlage und Worte mit hellen Vokalen (i, a, ei) also z.B. „Fein“ oder „Artig“. Die Hunde haben in der Welpenzeit von ihrer Mutter gelernt, dass hohe Töne Zustimmung bedeuten und tiefe Töne (wie beim Knurren) Ablehnung eines Verhaltens.
Man kann aber nicht nur die Stimmhöhe dem Lob anpassen sondern auch die Intensität. Wenn du beispielsweise deinen Welpen rufst, dann feuer ihn ruhig mit deinem Lobwort an, während er auf dich zu rennt. Dadurch merkt er, dass du dich freust und beeilt sich noch ein bisschen mehr. Soll er aber lernen ruhig sitzen zu bleiben, dann wäre so ein aufputschendes Loben kontraproduktiv und würde ihn dazu verleiten aufzustehen. In diesem Fall ist es besser, wenn du mit ruhiger Stimme einmal lobst. Damit gibst du deinem Hund die Rückmeldung, dass er gerade alles richtig macht, aber du putscht ihn damit nicht auf.

Futterlob

Das Futterlob ist neben dem verbalen Loben die am Meisten praktizierte Form des Lobens. Man wählt hierfür Futter, welches der Hund sehr gerne frisst. Daher sollte man vermeiden, das normale tägliche Futter für Trainingszwecke einzusetzen, weil die meisten Hunde dieses nicht als Motivation ansehen. Welche Leckerchen man wählt ist einem frei gestellt. Gut eignen sich weiche Leckerchen wie bsp. sehr kleine Käse- oder Wurstwürfel, getrocknete Hühnerherzen, spezielle Trainingsleckerchen div. Futterhersteller oder auch einige Obstsorten. Bitte beachte, dass die Leckerchen bei der Menge der täglichen Fütterung berücksichtigt werden. Gerade im Wachstum ist es wichtig, den Hund nicht zu überfüttern und auch ältere Hunde sind gesünder und fitter, wenn sie schlank sind. Hast du herausgefunden, welche Leckerchen dein Hund besonders gerne frisst, dann lohnt es sich, eine Hitliste der beliebsten Leckerchen aufzustellen. Für neue Hundespiele und Kommandos nimmt man dann zu Beginn die besonders beliebten Leckerchen, wenn der Hund schon einige Routine im Ausführen von Kommandos hat, dann muß es kein Superleckerchen mehr sein.

Lob durch Spiel

Lob durch Spiel kann entweder Spielen und Toben mit dem Hundeführer sein oder aber ein Hundespiel mit Beute.

Das Toben mit dem Hundeführer darf ruhig etwas ausgelassener und wilder sein. Hunde gehen miteinander auch nicht gerade zimperlich um! Belohnt man durch Spielen, ist es wichtig, das Spiel kurz zu halten und dann selber den Zeitpunkt des Endes zu bestimmen. Gerade bei Hunden, die begeistert mitspielen und sich übermütig verhalten, sollte man das Spiel knapper ausfallen lassen, damit die anschließend erwartete Konzentration nicht eine zu hohe Anforderung darstellt. Oft brauchen die Hunde auch eine Zeit, um sich nach dem Spiel wieder einordnen zu können. Ausgelassene Spiele mit dem Hundeführer eignen sich daher gut zum Abschluss einer Trainingseinheit oder einer Übung, die viel Ruhe und Konzentration vom Hund verlangt hat. Das Spiel dient dann hier auch zum Stressabbau.

Bei einer Belohnung durch ein Beutespiel sind besonders Hunde, die gerne Gegenstände tragen (apportieren) oder hinter Gegenständen herjagen zu begeistern. Die meisten Jagdhunderassen fallen hierunter, aber auch Hunde, die sich für den Schutzdienst eignen und gerne Zergelspiele spielen. Bei Beutespielen gilt das gleiche wie bei Spielen mit dem Hundeführer: das Spiel findet gemeinsam statt und sollte vom Hundeführer beendet werden und nicht vom Hund. Hunde, die mit Beute davon rennen, sollten nicht freier Beute im Beutespielen belohnt werden, da die Selbstbelohnung dann größer ist, als die Belohnung durch den Hundeführer. Ideal eignen sich bei diesen Hunden zur Belohnung Bälle, die an Seilen befestigt sind oder Zerrseile, deren Ende der Hundeführer in der Hand behalten kann.

Lob durch Köpersprache

Hunde mögen es, gekrault zu werden. Beliebt sind dafür Körperstellen wie beispielsweise hinter den Ohren, seitlich am Hals, am Rutenansatz und am Brustkorb.
Wenn du mittels Körpersprache lobst, dann ist es wichtig, dass du deinen Hund nicht bedrängst, indem du dich zum Beispiel über ihn beugst. Auch solltest du ihm auf gar keinen Fall dem Hund wohlwollend über den Kopf tätscheln, wie es teilweise unter Menschen üblich ist. Diese Form der Körpersprache ist dem Hund gegenüber respektlos und wird nicht als Lob aufgefaßt. Ist der Hund eher aufgeregt, dann reicht als Bestätigung ein ruhiges Streicheln, möchtest du ihn überschwenglich Loben, dann darfst du ihn auch gerne ‘mal richtig durchknuddeln’.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Training und beim Loben und hoffen, dass eure Mensch-Hund-Bindung ein Stück weit von dieser Übersicht profitiert.

Euer Team von SLEEPY DOG

Biothane Schleppleine signalorange Startfoto

Training mit der Schleppleine

Wenn der Hund auf den Kommpfiff oder den “Hier”- Ruf nicht zuverlässig hört und ausführt, jagen geht oder beim Anblick von anderen Hund nicht mehr abrufbar ist, hilft in vielen Fällen nur noch ein sukzessiver neuer Aufbau des “Hier” Kommandos oder/und des Hier-Pfiffes. Damit der Hund in dieser sensiblen Zeit des Neuaufbaus nicht zum Erfolg kommt, indem er den Ruf/Pfiff ignoriert und nicht kommt, oder beim Abmachen der Leine sofort ausbüxt, empfiehlt es sich, den Hund in dieser Zeit an einer langen Leine, auch Schleppleine genannt, zu führen.

Eine Schleppleine sollte 10m bis 15m Länge haben und gut in der Hand liegen. Besonders eignen sich hierzu Leinen aus Biothane, da sich diese nicht mit Wasser und Dreck vollsaugen und auch im Unterholz nicht verknoten. Man selbst trägt am Besten Fahrradhandschuhe, damit man im Falle des ruckartigen Loslaufen des Hundes, keine Brandwunden davon trägt. Die Schleppleinen aus Biothane bieten wir übrigens auch bei uns im Onlineshop in verschiedenen Ausführungen an.

Das Hundetraining beginnt man am Besten wie folgt:

‘Konditionierung’ der Hundeleine

Die Schleppleine wird in den ersten 10 Tagen immer zum Fressen und gemeinsamen Kuscheln und Spielen angelegt, so dass der Hund sie positiv verknüpft. Sie sollte generell nun auf jedem Spaziergang um sein, auch wenn man die normale Hundeleine zum Spaziergehen benutzt. In den Tagen der Konditionierung auf jeden Fall mit der normalen Hundeleine spazieren gehen. Freilauf ist erst einmal gestrichen (den Hund in der Zeit mit Nasenarbeit beschäftigen). Man sollte nach Möglichkeit ein Geschirr verwenden. Zumindest zu Beginn, da in den ersten Trainingstagen u.U. schon der ein oder andere deftige Ruck auf den Nacken erfolgt. Die Schleppleine wird in den ersten 10 Tagen nicht eingesetzt, ausser, dass der Hund sie trägt und man den Rest der Leine in den Händen hat. Alles im Radius der normalen Hundeleine (2m), an der der Hund auch geführt wird. In der Zeit hat man die Möglichkeit, sich selber an den Umgang und die 10m Leine zu gewöhnen. Das braucht meistens ein wenig Zeit und Geduld.

Erstes Hundetraining an der Schleppleine

Goldene Regel: so lange der Hund sich im “Schleppleinen-Training” befindet ist die Schleppleine immer dran. Sowohl beim Training als auch auf jedem Spaziergang. Es darf keine Ausnahme geben!!!!
Nachdem die Leine positiv verknüpft wurde, geht es auf zum ersten Trainings-Spaziergang. Man sollte das Ende der Leine in der Hand behalten und die Leine langsam abwickeln, je weiter sich der Hund entfernt. Wichtig: Handschuhe tragen, sonst kann es Verbrennungen an den Händen geben, falls der Hund durchstartet.

Wichtig ist auch, dass die Leine eigentlich nur als Notanker dient. Das Training soll so laufen wie immer, d.h. die Leine ist nicht dazu da, den Hund zu sich ran zu ziehen, wenn der das Kommsignal überhört.
Man sollte ausserdem alle 3m in der Leine Knoten machen. Das hilft , wenn man auf die Leine tritt, dass die Leine nicht unter den Füssen durchrutscht.

Das Schleppleinen-Training ist grob in drei Blöcke aufgeteilt:

  1. Training mit der Schleppleine in der Hand
  2. Training mit schleifender Schleppleine
  3. Training mit gekürzter Schleppleine

Training mit der Schleppleine in der Hand

In erster Linie geht es darum, dass der Hund zunächst lernt, den 10m Radius von sich aus einzuhalten. Kurz vor dem Ende der Leine, sollte man den Hund durch eine Übung stoppen, denn der Hund soll nicht in die Leine laufen.
Dazu soll der Hundeführer dem Hund sein Freilaufkommando geben. Da er sich ja drei Meter vor Leinenende einen Knoten in die Leine gemacht hat, sollte er, sobald dieser Knoten durch seine Hände läuft, das Signal “Ende” ( o.ä.) geben und die Leine festhalten. Der Hund kennt das Kommando zu Beginn nicht und wird daher in die Leine laufen. Nun wird gewartet, bis sich die Leine von selbst lockert weil der Hund in HF Richtung zurück kommt, der Hund sich setzt oder zum Hundeführer schaut. Dies sollte er loben und dann weitergehen. Man lobt den Hund also durch das Weitergehen. Unbedingt hier die Belohnung variabel halten, sonst lernt der Hund, dass er nur bis zum Leinenende laufen muss, um seine Bestätigung zu erhalten.

Dieser Schritt wird so lange trainiert, bis der Hund von sich aus kurz vor Leinenende stoppt oder sich setzt. Ein Hund kann bsp. verschiedene Verhaltensweisen anbieten: er stoppt und nimmt Blickkontakt auf, oder er setzt sich oder er kommt zum Hundeführer zurück.

Im nächsten Schritt sollte man Kommandos einbauen, d.h. es gab am Ende der Leine Sitz Kommando oder einen Kommpfiff/-ruf. Da der Hund keine Möglichkeit hat, sich dem Kommando zu entziehen, ist dies auch immer durchsetzbar. Nur an die goldene Regel denken: den Hund niemals zu sich ranziehen! Wenn der Hund den Kommpfiff ignoriert, dann hingehen und den Hund abholen.

Diesen Trainingsschritt sollte durch unterschiedliche Spazierwege und unterschiedlich starke Reize generalisiert werden.

Training mit schleifender Schleppleine

Reagiert der Hund zuverlässig auf alle Signale und hält er den Radius ein, ohne in die Schleppleine zu laufen, dann kann man die Schleppleine schleifen lassen. Die Leine soll auf jeden Fall in Nähe des Hundeführers schleifen und die Übungen wie in Punkt 1. durchgeführt werden.
Kann man entspannt mit dem Hund spazieren gehen, hält der Hund den Radius ein, und er befolgt alle Kommandos zuverlässig, kommt Schritt 3.

Training mit gekürzter Schleppleine

Man kann die Schleppleine gegen eine Wäscheleine tauschen oder alternativ die Schleppleine um 1m pro Woche kürzen. Der Hund gewöhnt sich so nach und nach an das schwindene Gewicht und hat aber nach wie vor das Gefühl, kontrollierbar zu sein. Natürlich weiss der Hund, dass er nicht mehr so kontrollierbar wie vorher ist, aber der Hundeführer setzt so Vertrauen in seinen Hund und baut dieses nach und nach intensiver aus.

Klappt auch das zuverlässig, kann man beginnen, den Hund phasenweise für 10 Minuten ohne Leine laufen zu lassen. Die Phasen zwischen Freilauf und Wäscheleine/gekürzter Schleppleine sollten sich abwechseln. Gerade die ersten 30 Minuten können sich die meisten Hunde noch gut selbst beherrschen, dann schwindet diese Kontrolle und der Hund ist nicht mehr so einfach lenkbar.

Sollte es in der Trainingszeit dazu kommen, dass der Hund stiften geht, dann muss man erneut bei Schritt 1 beginnen. Auch wenn es sich langwierig liest und einige Zeit an Training bedeutet, es ist definitiv erfolgsversprechend. Und einige Monate intensives Training und Einschränkungen bedeuten bei konsequenter Durchführung für die Zukunft sorgenfreie Spaziergänge für den Rest des Hundelebens.

Hast du Interesse, dich ausführlicher mit dem Thema des Schleppleinentrainings zu befassen, dann empfiehlt sich folgende Lektüre:

Antijagdtraining – Wie man Hunde vom Jagen abhält von Pia Gröning und Ariane Ullrich

Schleppleine kaufen

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Schleppleinen. Spezielle Schleppleinen für die Fährtenarbeit bsp. von der Firma Niggeloh oder der klassische Lederriemen oder moderne Materialien wie bsp. Schleppleinen aus Biothanmaterial. Letzteres bevorzugen wir selbst, da das Material Nässe und Dreck nicht aufsaugt und sich die Leine und nicht so leicht verknotet. Nach dem Kauf kannst du direkt mit der Konditionierung und dem Training beginnen.

Schleppleine oder Flexileine

Oft stellt sich die Frage, ob man statt einer Schleppleine nicht auch eine Flexileine verwenden kann? Dieser Fragestellung haben wir nun einen eigenen Blogeintrag gewidmet.